Pareto

Auf was es ankommt

1/19/20261 min lesen

Gute Entscheidungen fühlen sich selten „perfekt" an.
Sie fühlen sich klar an — und sie haben einen Plan für den Fall, dass man danebenliegt.

Meine CEO-Regel: Tempo vor Perfektion.
Nicht aus Ungeduld, sondern weil Stillstand oft teurer ist als ein sauberer Test.

Das Pareto-Prinzip hilft mir dabei: 80% der Ergebnisse kommen aus 20% des Aufwands.
Das bedeutet: Ich muss nicht alle Variablen kennen. Ich muss die richtigen 20% identifizieren — und dann schnell handeln.

Damit Tempo nicht zu Aktionismus wird, nutze ich dieses Framework:

1) Ist das eine „Two-Way-Door" oder „One-Way-Door" Entscheidung?
Two-Way-Door (reversibel): schnell entscheiden, testen, nachjustieren.
One-Way-Door (schwer rückgängig): mehr Zeit, mehr Perspektiven, mehr Gegencheck.

2) Was ist der kleinste Schritt, der echte Erkenntnis bringt?
Nicht „groß ausrollen", sondern Pilot: 1 Team / 1 Prozess / 1 Woche — so klein wie möglich, so aussagekräftig wie nötig.

3) Welche Kennzahl zeigt mir in einer definierten Zeit, ob es wirkt?
Eine Entscheidung ohne Messpunkt ist nur eine Meinung. Ich definiere vorher:
→ Woran erkenne ich Erfolg?
→ Woran erkenne ich früh, dass es nicht klappt?
→ Was ist dann die Konsequenz: Stop / Adjust / Scale?

4) Wer muss es später operativ tragen?
Ich hole bewusst die Perspektive der Leute rein, die es umsetzen müssen. Das spart Wochen an Reibung und „stillen Widerständen".

Perfektion ist oft nur eine elegante Form von Aufschieben.
Tempo ohne System ist Chaos.
Ich versuche, genau dazwischen zu führen: schnell, aber nicht blind.

Frage an Dich: Triffst Du Entscheidungen eher schnell zum Testen oder erst absichern, dann handeln — und warum?